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Thema: Zubehör

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Ein Teleskop, meist mit einem Okular geliefert, reicht auf Dauer
sicher nicht aus. Etwas mehr muß es schon sein, auch wenn man nur visuell beobachten
möchte.
Das erste. was ich meinem Dobson übel nahm, war der mickrige Sucher - also investierte
ich in einen Telrad-Finder und habe diese Investition nie bereut. Hierin wird der
Himmelsausschnitt nicht vergrößert, doch durch die projizierten drei Teilkreise läßt
sich sehr genau jener Bereich anvisieren, den man näher betrachten möchte - und das ohne
jedes Gefummel und ohne alle Verrenkungen. |

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Eine gute Auswahl an Okularen vergrößert den Spaß erheblich.
Aber: obwohl ich hier gute Qualität von Anfang an bevorzugte, mußte ich dann doch
feststellen, daß das auch nicht alles ist. Bei Okularen wird zwar Brennweite und
Gesichtfeld angegeben, aber leider meistens nicht, wie groß der Durchmesser der
Augenlinse ist. Mir zumindest hat es nie Spaß gemacht, durch ein 'Nadelöhr' hindurch zu
sehen.
Bequemes Einblickverhalten habe ich bei den LV-Okularen gefunden; hier bin ich nicht
gezwungen, mit dem Auge am Okular zu 'kleben', sondern kann ganz entspannt betrachten und
beobachten, auch über einen längeren Zeitraum hinweg. |

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Wieviel Okulare braucht ein Mensch? Keine Ahnung! Das ist sicher
vom eigenen Geldbeutel, den gesuchten Okjekten und manchem anderen abhängig. Ich z.B.
hätte durchaus gerne ein 2,5mm-Okular - und den Himmel, der mir erlaubt, ein solches zu
nutzen :-)
Vermutlich ist man mit einer Okular-Serie von etwa fünf Stück durchaus gut gerüstet.
Wer zum Himmel schaut, wünscht sich größtmögliche Vergrößerung - zumindest am
Anfang. Aber mein 'Lieblingsokular' hat eine Brennweite von 40mm, es vergrößert also
gerade mal 30fach. Es bildet die Schnittstelle zum Teleskop, ausgehend von der
Beobachtungsreihenfolge Auge - Fernglas (mit das wichtigste Zubehör) - 40mm. Natürlich:
je nach gefundenem Objekt vergrößere ich dann auch bis zum maximal möglichen. |

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Angeblich bringen diese Filter - je nach Farbe - Details auf
Planeten zum Vorschein. Bei meinem ETX haben sie bisher aber nur Farbstiche bewirkt. Bei
größeren Öffnungen können sie jedoch wirklich ein paar Details mehr heraus arbeiten,
wobei der Farbstich aber natürlich erhalten bleibt.
Einzig der Filter gelb-grün schluckt kaum Licht und verstärkt Details - er ist auch für
kleinere Öffnungen brauchbar. |

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Graufilter: So ein Filter tut eigentlich nichts anderes, als das
Licht gleichmäßig abzuschwächen. Er ist auch für kleine Öffnungen sinnvoll, wenn auch
weniger bei Doppelsternen (wo der eine den anderen gern überstrahlt), sondern wirklich
beim Mond, der mit zunehmender Helligkeit immer schwieriger zu beobachten ist und dessen
Details dann schwerer zu erkennen sind. |

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Auch wenn es sehr preiswert Filterfolie für diesen Bereich
gibt, so kann ich doch nicht sagen, daß diese zu etwas anderem brauchbar sei als dazu,
dem Sucher einen Filter zu verpassen. Wer die Sonne beobachten will (und sie ist bestimmt
ein lohnendes Objekt!), der muß mit darauf achten, daß auch durch den Sucher kein
ungeschütztes Sonnenlicht einfallen kann. Ansonsten kann
ich aber nur Glassonnenfilter für die Teleskopöffnung empfehlen und auch hier nur die
Dichte 5! Angeblich soll ja auch ein ND4-Filter ausreichenden Schutz für das Auge bieten
- ich halte diese Aussage schlichtweg für falsch. Ein paar Minuten mit einem ND4-Filter
beobachten habe ich mit tagelangen Augenschmerzen bezahlt. Das Bild jedenfalls ist
bedeutend klarer als beim Blick durch einen speziellen Folienfilter. |

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DeepSky-Filter, Breitband-, Schmalband- und andere Filter sollen
Details der Nebel und Sternhaufen heraus arbeiten (können). Nach meiner Erfahrung sind
auch diese Filter bei kleineren Öffnungen unbrauchbar; sie schlucken einfach zu viel
Licht. Ihr Vermögen, das Stadtlicht zu unterdrücken, ist mehr Wunschdenken als
Wirklichkeit. Selbst bei 8" Öffnung sind sie die Investition nicht wert, jedenfalls
in der Stadt, wo man froh sein muß, überhaupt einen Nebel zu entdecken und es sich nicht
erlauben kann, dabei noch Licht zu verschwenden. |
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Mit das wichtigste Zubehör, das Sie sich für Ihr
astronomisches Hobby zulegen sollten, ist und bleibt ein Fernglas. Sehr viele Objekte
kommen ohnehin nur in diesem, nicht aber im Teleskop zur Geltung; das gilt sogar für die
Stadtbeobachtung. Auch hier sind die Qualitätsunterschiede groß; kaufen Sie also nicht,
ohne wenigstens ein bißchen 'Probegesehen' zu haben. Die Vergrößerung spielt weniger
eine Rolle - ob Sie nun 8fache oder 10fache oder gar 20fache Vergrößerung haben, ist
nicht so wichtig. Ein großes Gesichtsfeld aber sowie eine saubere Abbildung sind
unverzichtbar. |

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Literatur: Natürlich kann man zum Himmel schauen und einfach
mal ausprobieren, was sich finden läßt. Allerdings wird die Ausbeute dabei relativ
gering bleiben (zumindest für Städter. siehe Seite: mein Himmel). Durch ein
Teleskop ist der Himmel so riesig, daß man ohne Computeransteuerung sich dort
hoffnungslos verläuft und man kaum eine Chance hat, ein kleines, lichtschwaches Objekt zu
finden. Außerdem besteht dieses Hobby nicht nur aus dem nächtlichen Beobachten, sondern
zu einem großen Teil auch aus dem theoretischen Erkunden des Himmels. Ganz ohne Bücher
wird es also nicht gehen. Wer einen Computer hat (wenn Sie
keinen haben, wie kommen Sie dann hierher?) sollte sich ferner ein 'Planetarium' am
Rechner zulegen - hier wird der sichtbare Himmel simuliert bis zu jeder beliebig
einstellbaren Grenzgröße; in Verbindung mit Himmelsatlanten und Sternkarten läßt sich
so die nächtliche Forschungsreise planen und auch die Identifikation gefundender Objekte
wird erleichtert.
Zusätzlich sollte man sich einen Sternenkalender für das
jeweils aktuelle Jahr zulegen. Es gibt ja einige davon und wer sie in einer Buchhandlung
durchblättert, wird rasch jenen finden, der ihm am meisten zusagt. Ich persönlich
bevorzuge den 'Sternenhimmel', der wirklich an jedem Tag mit Uhrzeitangabe aufzeigt, was
sich evtl. finden läßt. Dafür ist der 'Ahnert' viel bunter (und hochinteressant) und
der 'Kosmos' mehr auf Einsteiger zugeschnitten.
Eine ausführliche Besprechung wirklich brauchbarer Bücher etc. finden Sie hier |
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