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Thema: Bilder
Es gibt am Himmel eine Menge faszinierender Objekte
zu entdecken und wenn man, wie ich, ohnehin gern fotografiert, stellt sich natürlich auch
der Wunsch ein, das eine oder andere des Gesehenen so zu konservieren. Astro-Fotografie
ist eine Wissenschaft für sich. Ich bewundere all die schönen Bilder, die engagierte
Hobby-Fotografen zeigen. Aber ich weiß auch, daß ich nie die Geduld haben werde, um es
ihnen gleich zu tun. Nicht nur, daß mein Teleskop dafür ungeeignet ist, es fehlt mir
vielmehr auch an der 'richtigen' Einstellung dazu. Es liegt mir schlichtweg nicht, eine
ganze Nacht mein Teleskop zum Nachführen einer Kamera zu benutzen, um dann am Ende, mit
viel Glück, vielleicht zwei oder drei Bilder zu haben. Ähnlich verhält es sich mit dem
Einsatz von CCD-Kamaeras oder Webcams - bei denen oft hunderte von Bildern addiert werden
müssen, ehe das Ergebnis befriedigend ausfällt.
Ich fotografiere digital - alles, was mir so vor die Linse kommt. Siehe hierzu
auch meine Fotoseiten. Natürlich habe ich meine digitale Kamera (okay,
ich habe alle digitalen Kameras, die ich bisher hatte und das warenw irklich viele :-))
auch vor das Okular des Teleskopes gehalten. Und obgleich das alles Neuland für mich ist,
sind die ersten Ergebnisse in meinen Augen doch schon recht viel versprechend.

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Es ist immer wieder faszinierend, Entstehung, Veränderung und Vergehen von
Sonnenflecken zu beobachten. Das letzte Maximum nahte zur Jahrtausendwende und es wird
etwas dauern, bis die Flecken wieder in solcher Fülle zu sehen sind. Aber so ganz
fleckenfrei zeigt sich die Sonne nur ganz selten; man kann also immer etwas entdecken.
Dieses Bild entstand nahe der Weitwinkel-Stellung des Zoom-Objektivs durch ein 40mm-Okular
mit Blende 4 und einer Belichtungszeit von 1/800s. Vor allem bei Sonne, Mond und Jupiter
ist die manuelle Belichtungszeit-Einstellung der Kamera eine tolle Einrichtung, denn die
Bilder werden erst dann akzeptabel, wenn man sie, im Vergleich zur automatischen
Belichtung, unterbelichtet. Da alle Bilder aus freier Hand geschossen werden, ist eine
kürzere Belichtungszeit ohnehin immer von Vorteil. |

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Diese große Gruppe der Sonnenflecken zeigte sich deutlich am 17.Oktober
1999 - es ist dieselbe Sonne wie im obigen Bild, jetzt aber durch ein 9mm-LV-Okular
aufgenommen mit Blende 2 und 1/400s, wiederum nahe der Weitwinkeleinstellung der Kamera.
Bei stärkerer Vergrößerung sind LV-Okulare immer im Vorteil, da ihre große
Einblicköffnung auch der digitalen Kamera noch genügend Raum zum Fokusieren bietet. Der
Autofokus bleibt bei größeren Objekten eingeschaltet, erst bei Planeten stelle ich dann
meist auf 'Unendlich' ein.
Ganz allgemein gilt: wenn ich mich visuell 'satt' gesehen habe (erst dann), greife ich zur
Kamera und dann mache ich eine große Reihe von Aufnahmen. Der Ausschuß ist sicherlich
groß, aber was soll's? Wenn von 200 Bildern am Ende zwei brauchbare Aufnahmen übrig
bleiben, hat es sich schon gelohnt. |

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Für den Städter wird der Mond immer das Objekt Nummer 1 bleiben - und sein
sich stetig verändernder Anblick läßt ihn auch nicht langweilig werden. Ein Mondatlas
hilft dann, das Geschaute einzuordnen. Diese Aufnahme entstand am 15.Oktober 1999 mit
Blende 2.5, 1/60s und nahe der Teleeinstellung durch das 40mm-Okular.
Seine deutlichen Strukturen reizen natürlich zu hohen Vergrößerungen - aber gerade hier
wirkt die Luftunruhe dann sehr störend und läßt kaum eine Aufnahme scharf werden. 130
oder 170fache Vergrößerungen sind allerdings meist doch möglich. |

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Mars! Dieses Bild ist eigentlich ein Zufallstreffer. Ich habe es aus einer
Aufnahme heraus vergrößert, die eigentlich die am späten Abend des 16.10.99 beleuchtete
Stadt zeigen sollte (keine Beleuchtung wäre mir natürlich lieber :-) Sie entstand also
nicht durch das Teleskop, sondern nur per Stativ mit Teleeinstellung der Kamera bei Blende
2.8 und einer Belichtungszeit von 4 Sekunden. Wenn Mars wieder einmal in der Nacht hoch am
Himmel stehen wird, werde ich mit ihm weiter experimentieren. |

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Jupiter mit seinen Wolkenbändern und dem Tanz seiner Monde ist so reizvoll,
daß er sogar einen Langschläfer wie mich morgens um vier Uhr auf den Balkon locken kann.
Dieses Bild entstand in Teleeinstellung bei Blende 2.8 mit 1/30s durch ein 12mm-WW-Okular.
In der Nachbearbeitung wurde lediglich die Tonkurve verändert und etwas nachgeschärft,
um die Monde besser zur Geltung zu bringen. Bei der Aufnahme ging es mir darum, die Monde
einzufangen - um so erstaunter und erfreuter war ich, als sich auch hier Wolkenbänder
abzeichneten. |

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Hier wurde Jupiter durch ein 9mm-LV-Okular in Normaleinstellung des
Zoom-Objektives mit 1/15s bei Blende 2.2 aufgenommen und am Computer nachbearbeitet. Es
ist derselbe Jupiter wie auf dem Bild oben (aufgenommen am 17.10.99), doch sind hier die
Wolkenbänder viel deutlicher zu sehen.
Natürlich erscheint Jupiter durchs Teleskop nicht so bunt, doch mußte ich etwas
übertreiben in der Nachbearbeitung, um möglichst viele Details heraus zu arbeiten. |

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Orion ist nicht nur wegen seines herrlichen Nebels mehr als nur einen Blick
wert. Das markante Sternbild ist hell genug, um auch eine Sternfeld-Aufnahme zu wagen.
Die Aufnahme entstand ebenfalls in der Nacht zum 17.10.99 bei Normaleinstellung des
Zoom-Objektives, Blende 2.2 und einer Belichtungszeit von 8s. Bei dieser wie bei allen
anderen Aufnahmen habe ich die Grundeinstellung von 100 ASA beibehalten, da ansonsten das
digitale Rauschen der Kamera zu deutlich geworden wäre. |
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