Thema: mein Dobson

1Disco.jpg (4711 Byte) Als ich mein Dobson per Internet bestellte, mußte ich leider ein paar unangenehme Überraschungen hinnehmen. Zum einen wurde die Lieferzeit deutlich überschritten, zum andern war das Gerät statt des zugesagten Telradfinders mit einem mickrigen Sucher ausgestattet. Dafür sei ein besserer Okularauszug angebracht, hieß es - und, naja, zum Streiten hatte ich keine Lust. Außerdem konnte von 'Leichtgängigkeit' in der Waagrechten absolut nicht die Rede sein. Die Optik aber gefiel mir vom ersten Durchschauen an.
1Oben.jpg (3379 Byte) Also kaufte ich mir (von einem anderen Händler!) einen Telrad-Finder. Es ist fast unmöglich, durch einen kleinen Sucher ein gewünschtes Himmelsobjekt zu finden - mit dem Telrad-Sucher ist es fast schon Spielerei. Man stellt auf das nächste mit bloßem Auge sichtbare Objekt ein und hoppelt dann dorthin, wo man ankommen möchte. Es funktioniert auf jeden Fall und ich habe dadurch schon Objekte bis 10 mag gefunden - bei einer visuellen Helligkeit von 2,5 mag.
1Unten.jpg (2902 Byte) Die nächste Änderung bestand darin, die drei zwischen den Bodenplatten aufgetackerten Teflon-Plättchen zu ignorieren, die angeblich für Leichtgängigkeit sorgen sollten - der Hinweis, man solle die Dinger einwachsen, brachte nicht den geringsten Erfolg. Ich habe zwischen die Bodenplatten denn einen kleinen Drehteller montiert - so ein Teil, auf das laut Werbung Lautsprecher oder kleine Fernseher gestellt werden sollen, um leicht drehbar zu sein. Damit dreht sich mein Dobson jedenfalls auch butterweich.
Auf dem Bild steht das Dobson auf einem kleinen Wagen, der es erlaubt, über die Brüstung des Balkones zu schauen; normalerweise beobachte ich nicht in Horizontnähe und stelle das Gerät auf den Rollwagen im Bildhintergrund.
1Ablage.jpg (2856 Byte) Stative besitzen meist eine Okularablage zwischen ihren Beinen - ein Dobson hat diese Möglichkeit nicht (dafür wackelt es auch nicht). Ich habe zwei kleine Behälter an die Seite gehängt und mit Schaumgummi ausgepolstert - auf diese Weise finde ich 'blind' meine Okulare und kann sie auch ablegen, ohne mein Objekt aus dem Okular und damit aus den Augen zu verlieren.
1Schwere.jpg (3273 Byte) Okulare haben die dumme Angewohnheit, unterschiedlich schwer zu sein und wenn man dazu noch einen Sonnenfilter aufstülpt, bekommt ein Dobson endgültig das Übergewicht. Ein Sternfreund gab mir den Tip, es mit Klettband zu probieren - und das funktioniert faszinierend einfach und gut. Mit Klebeband wird das Klettband auf dem Tubus befestigt. Als Gegengewicht dient mir eine mit Samtband umwickelte Vase und wenn die nicht reicht, hänge ich eben noch ein weiteres Gewicht dran. Damit bleibt mein Dobson in jeder Lage genau so stehen, wie ich es will.

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