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Thema: mein Dobson
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Als ich mein Dobson per Internet bestellte, mußte ich leider ein paar unangenehme
Überraschungen hinnehmen. Zum einen wurde die Lieferzeit deutlich überschritten, zum
andern war das Gerät statt des zugesagten Telradfinders mit einem mickrigen Sucher
ausgestattet. Dafür sei ein besserer Okularauszug angebracht, hieß es - und, naja, zum
Streiten hatte ich keine Lust. Außerdem konnte von 'Leichtgängigkeit' in der Waagrechten
absolut nicht die Rede sein. Die Optik aber gefiel mir vom ersten Durchschauen an. |
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Also kaufte ich mir (von einem anderen Händler!) einen Telrad-Finder. Es ist fast
unmöglich, durch einen kleinen Sucher ein gewünschtes Himmelsobjekt zu finden - mit dem
Telrad-Sucher ist es fast schon Spielerei. Man stellt auf das nächste mit bloßem Auge
sichtbare Objekt ein und hoppelt dann dorthin, wo man ankommen möchte. Es funktioniert
auf jeden Fall und ich habe dadurch schon Objekte bis 10 mag gefunden - bei einer
visuellen Helligkeit von 2,5 mag. |
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Die nächste Änderung bestand darin, die drei zwischen den Bodenplatten
aufgetackerten Teflon-Plättchen zu ignorieren, die angeblich für Leichtgängigkeit
sorgen sollten - der Hinweis, man solle die Dinger einwachsen, brachte nicht den
geringsten Erfolg. Ich habe zwischen die Bodenplatten denn einen kleinen Drehteller
montiert - so ein Teil, auf das laut Werbung Lautsprecher oder kleine Fernseher gestellt
werden sollen, um leicht drehbar zu sein. Damit dreht sich mein Dobson jedenfalls auch
butterweich.
Auf dem Bild steht das Dobson auf einem kleinen Wagen, der es erlaubt, über die Brüstung
des Balkones zu schauen; normalerweise beobachte ich nicht in Horizontnähe und stelle das
Gerät auf den Rollwagen im Bildhintergrund. |
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Stative besitzen meist eine Okularablage zwischen ihren Beinen - ein Dobson hat diese
Möglichkeit nicht (dafür wackelt es auch nicht). Ich habe zwei kleine Behälter an die
Seite gehängt und mit Schaumgummi ausgepolstert - auf diese Weise finde ich 'blind' meine
Okulare und kann sie auch ablegen, ohne mein Objekt aus dem Okular und damit aus den Augen
zu verlieren. |
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Okulare haben die dumme Angewohnheit, unterschiedlich schwer zu sein und wenn man dazu
noch einen Sonnenfilter aufstülpt, bekommt ein Dobson endgültig das Übergewicht. Ein
Sternfreund gab mir den Tip, es mit Klettband zu probieren - und das funktioniert
faszinierend einfach und gut. Mit Klebeband wird das Klettband auf dem Tubus befestigt.
Als Gegengewicht dient mir eine mit Samtband umwickelte Vase und wenn die nicht reicht,
hänge ich eben noch ein weiteres Gewicht dran. Damit bleibt mein Dobson in jeder Lage
genau so stehen, wie ich es will. |
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